Erstes Elektrofahrzeug mit Straßenzulassung und induktiver Ladetechnologie
Das bundesweit erste Elektrofahrzeug mit induktiver Ladetechnologie und Straßenzulassung wurde in Frankfurt / Main in Betrieb genommen. Der Antriebsautomatisierer SEW-Eurodrive rüstete die Ladetechnik um.
Im Rahmen einer Pressekonferenz nahmen die Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Frau Dr. h. c. Petra Roth, der Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, Herr Dr. Christoph Franz, sowie der Vorsitzende des Vorstands der Frankfurter Mainova AG, Herr Dr. Constantin H. Alsheimer, das auf die induktive Ladetechnik von SEW-Eurodrive umgerüstete Elektrofahrzeug in Betrieb. Es ist damit das bundesweit erste Elektrofahrzeug mit Straßenzulassung und induktiver Ladetechnik. Das Auto selbst ist ein auf diese Ladetechnologie umgerüstetes Modell des sächsischen Herstellers Citysax.
Lufthansa Technik setzt in Summe zwei Elektrofahrzeuge zur Erprobung der Elektromobiltät am Boden im regulären Wartungsbetrieb ein. Lufthansa Technik vergleicht hier direkt die steckergebundene mit der berührungslosen Ladetechnologie. Der Praxistest soll Aufschluss über die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge geben. Ziel ist es, den Treibstoffverbrauch auch beim Bodenverkehr zu optimieren. Derzeit prüft Lufthansa konzernweit den Einsatz von Elektromobilität, um die Abfertigung und Wartung von Flugzeugen möglichst ressourcenschonend zu gestalten. Ziel der Erprobung ist es, detaillierte Messdaten, wie beispielsweise durchschnittliche Fahrstrecken und Fahrzeiten, Standzeiten und Ladezyklen, Pannenstatistik oder das Verhalten bei zusätzlichem Strombedarf für Heizung und Laptopbetrieb zu erfassen und auszuwerten. Sofern das Projekt für die Lufthansa Technik die erwartete Eignung der Elektromobilität für den Fuhrpark eines Flugzeugwartungsbetriebes bestätigt, soll dieser dann sukzessiv ausgetauscht werden. Und das möglichst mit der berührungslosen Ladetechnologie von SEW-Eurodrive. Diese wird seit über 10 Jahren erfolgreich im industriellen Umfeld eingesetzt.
Mit der Adaption auf die Elektromobilität lassen sich Elektrofahrzeuge komfortabel berührungslos laden. Die Energie kann dabei über einen Luftspalt von bis zu 20 cm auf das Fahrzeug übertragen werden. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems hält dem Vergleich mit einer steckergebundenen Lösung Stand. Für die Mainova AG und die Stadt Frankfurt ist dieses integraler Bestandteil einer umweltfreundlichen Mobilitätsstrategie. Der Energieversorger ist damit Vorreiter in Sachen Ladetechnologie. Aktuell baut die Mainova AG in Frankfurt und dem Umland eine flächendeckende Stromtankstelleninfrastruktur auf. Bis Ende 2011 sind rund 40 steckergebundene Mainova-Stromtankstellen geplant. Allein im Frankfurter Stadtgebiet betreibt die Mainova AG aktuell sieben öffentliche Stromtankstellen. Neben drei kombinierten Anlagen aus Parkscheinautomat und Stromtankstelle in der Frankfurter Innenstadt befinden sich drei weitere in Parkhäusern im Stadtgebiet sowie eine weitere im Europaviertel.
Geplant und installiert wurden die Stromtankstellen im Stadtgebiet von der ABGnova GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der Mainova AG und der ABG Frankfurt Holding, die auch die Projektleitung bei der Errichtung der induktiven Ladestation am Flughafen innehatte. Im Frankfurter Umland stehen derzeit 14 Mainova-Stromtankstellen. Diese Ladeinfrastruktur wird sukzessive ausgebaut. Die Stromtankstellen der Mainova können alle Fahrer von Elektrofahrzeugen nutzen – ohne Voranmeldung und ohne Vertragsbindung. Für das Aufladen der Fahrzeuge an den Stromtankstellen wird ausschließlich der Mainovaökostrom „ Novanatur" verwendet. Dieser werde völlig ohne Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) in den beiden Mainwasserkraftwerken Griesheim und Eddersheim erzeugt. (Foto: SEW-Eurodrive) cm
