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Nur in knapp 60 Prozent der deutschen Unternehmen existiert ein Risikomanagement für Geschäftsreisen, das die spezifischen Risiken, die mit Geschäftsreisen verbunden sind, aktiv managt. Nur jedes dritte Unternehmen bindet das Risikomanagement für Geschäftsreisen in das generelle Risikomanagement der Unternehmen ein; in jedem fünften Unternehmen handelt es sich um ein eigenständiges System ohne Integration.
Dies ergab eine Umfrage unter den im Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) organisierten Travel Managern. Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Ernst-Otto Thiesing vom Bereich Tourismusmanagement der Karl-Scharfenberg-Fakultät Salzgitter an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.
Die mit Geschäftsreisen verbundenen Risiken reichen vom verlorenen Koffer und leichten Erkrankungen bis hin zu Kriminalität und Naturkatastrophen. Je nach Zielgebiet treten die Gefährdungen unterschiedlich häufig auf und haben verschiedene Auswirkungen auf die einzelne Geschäftsreise und das betroffene Unternehmen. Wirtschaftspionage und Datendiebstahl sind dabei nicht zu unterschätzende Gefahren, deren Konsequenzen sich auf das gesamte Unternehmen auswirken können.
Doch wie werden Geschäftsreisende vorbereitet und wie gehen sie damit um? Die Umfrage hat gezeigt, dass eine aktive Risikokommunikation und -vorbereitung von Seiten des Unternehmens nach wie vor eine untergeordnete Rolle spielt. Zwar werden in rund 90 Prozent der Unternehmen die Geschäftsreisenden durch generelle Maßnahmen wie Impfungen und Versicherungen vorbereitet. Aktive Informationsmaßnahmen wie Seminare oder Gespräche mit dem Risikomanager seitens des Unternehmens finden jedoch in weniger als 50 Prozent statt. Drei Viertel aller Reisenden bereiten sich selbstständig auf die Geschäftsreise vor.