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Fernreisen mit der Zug: 2012 teurer. (Foto: Deutsche Bahn)
Fernreisen mit der Zug: 2012 teurer. (Foto: Deutsche Bahn)
Travel Price Forecast

Auch das Reisen verteuert sich 2012

Nicht immer ist gut, was nahe liegt: Wer in Europa mit der Bahn reist, muss im nächsten Jahr voraussichtlich deutlich mehr bezahlen – nämlich bis zu 4,2 Prozent. Das deckt sich in etwa mit der jüngsten Preiserhöhung der Deutschen Bahn. Wer in die Ferne schweift, hat es allerdings auch nicht besser: drastisch teurer werden Reisen in Südamerika.

Nachzulesen ist dies im „Travel Price Forecast 2012", den Carlson Wagonlit Travel (CWT) jetzt veröffentlicht hat. Darin prognostiziert der Anbieter im Geschäftsreise-, Meetings- und Eventmanagement die im kommenden Jahr zu erwartenden Reisepreise sowie die Ausgaben für Meetings & Events.

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Preise 2012 in den meisten Kontinenten und Reisekostensparten steigen werden. Die stärksten Steigerungen werden für die boomende Region Lateinamerika erwartet, wohingegen in Europa mit den niedrigsten Preiserhöhungen im Vergleich zu den anderen Regionen zu rechnen ist.

„In den meisten Regionen der Welt dürfen Reiseeinkäufer zähe Verhandlungen erwarten, zumal die Komplexität in der Branche wächst. Gleichzeitig bleibt die Wirtschaftslage in einigen Teilen der Welt unsicher, in anderen kehrt die Unsicherheit wieder zurück – und das führt zu einer wachsenden Zahl von Fragen, was das Jahr 2012 für Unternehmen und infolgedessen für die Geschäftsreise mit sich bringt", sagt Nick Vournakis, Vice President der CWT eigenen Unternehmensberatung CWT Solutions Group. „CWT behält die Preisentwicklung der Leistungsträger genau im Auge und wird seine Kunden entsprechend beraten und unterstützen, wenn es darum geht, mit den kommenden Herausforderungen und Chancen umzugehen." Vournakis weiter: „ Außerdem werden wir die Marktentwicklungen und deren Auswirkungen weiterhin beobachten, analysieren und in unsere Prognosen einkalkulieren. So stellen wir sicher, dass unseren Kunden die aktuellsten Informationen zur Verfügung stehen."

Lateinamerika hat deutlichere Preiserhöhungen als die anderen Kontinente zu erwarten. Ein näherer Blick zeigt allerdings Unterschiede von Land zu Land, da einige Wirtschaften boomen, andere aber unter politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Instabilität leiden. Für die Flugpreise prognostiziert CWT für 2012 Steigerungen um etwa 5,8 Prozent. Den höchsten Wert mit 7,9 bis 11,4 Prozent wird Kolumbien erreichen. Dahinter steht die schnell wachsende Nachfrage bei gleichzeitig limitiertem Angebot. Die durchschnittlichen Hotel-Tagesraten werden in Lateinamerika in der ersten Hälfte des Jahres 2012 voraussichtlich um neun bis 11,8 Prozent steigen und in der zweiten Jahreshälfte um 10,1 bis 12,2 Prozent. In Brasilien könnten die Steigerungen im ersten Halbjahr sogar 24 Prozent übertreffen und bis zu 34 Prozent im zweiten Halbjahr ansteigen.

Die schwache Wirtschaftslage in ganz Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA-Region) führt in den Hauptbereichen der Reiseausgaben zu insgesamt deutlich niedrigeren Preiserwartungen für 2012 als in den anderen Regionen. CWT prognostiziert für die Flugpreise in der Region EMEA ein Wachstum von 2,1 bis 3,7 Prozent im Jahr 2012. Die moderate Steigerung ist auf unveränderte wirtschaftliche Herausforderungen zurückzuführen. Die durchschnittlichen Hotel-Tagesraten in der EMEA-Region werden 2012 nur leicht steigen: um 0,2 bis 0,9 Prozent im ersten Halbjahr und um 0,1 bis 0,8 Prozent während der zweiten Hälfte. Von Markt zu Markt werden sich die Raten unterscheiden, je nach lokaler Nachfrage und Belegungsraten. Für Mietwagen und Hochgeschwindigkeits-Züge erwartet CWT in der Region EMEA eine Steigerung von 3,6 bis 4,2 Prozent im Jahr 2012 (Bahn) sowie einen Durchschnittswert zwischen einer Senkung um 1,9 Prozent und einer Steigerung um 2,9 Prozent (Mietwagen). Dahinter steht eine hohe Preisfluktuation durch den starken Wettbewerb auf dem Mietwagenmarkt. Im Bereich Meetings & Events prognostiziert CWT für die Kosten pro Teilnehmer eine Senkung um fünf bis sechs Prozent, da immer mehr Konferenzen im eigenen Land statt an internationalen Orten abgehalten werden, was die Kosten pro Teilnehmer senkt. Die durchschnittlichen Gruppengrößen werden in der Region gleich bleiben oder bis zu drei Prozent sinken.

24.10.2011


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