VDR-Präsident Dirk Gerdom und Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl übergeben den Preis für das Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres 2011 „Return to Sender
VDR-Präsident Dirk Gerdom und Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl übergeben den Preis für das Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres 2011 „Return to Sender" symbolisch an alle Airlines, die Kreditkartenentgelte erheben.
Geschäftsreisen in 2011

Kreditkartenentgelt größtes Ärgernis

Das Kreditkartenentgelt ist Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres 2011. Für seinen Negativ-Preis „Return to Sender" hat der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) seine 516 Mitglieder – Wirtschaftsunternehmen und Anbieter im Geschäftsreisemarkt – nach dem größten Aufreger im vergangenen Jahr gefragt.

Die Kreditkartenentgelte liegen mit 44 Prozent an der Spitze der Rangliste. Mit großem Abstand folgen die Bettensteuer (20 %) und die Luftverkehrsabgabe (16 %). Der Preis wurde im Rahmen der Frühjahrstagung für Geschäftsreise- und Mobilitätsmanagement in Berlin symbolisch an alle Fluggesellschaften verliehen, die die Kosten für die Bezahlung per Kreditkarte an die Kunden weitergeben.

Mit der Aktion will der deutsche GeschäftsreiseVerband VDR auf ein Ereignis aufmerksam machen, was die Geschäftsreisewelt besonders bewegt hat. „Wir wollen das Bewusstsein schärfen für negative Auswirkungen auf Unternehmen mit Dienstreisenden, auf den Geschäftsreisemarkt und auf die deutsche Wirtschaft insgesamt" , so VDR-Präsident Dirk Gerdom, selbst Travel Manager beim Softwareriesen SAP. Mit dem Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres 2011 startet der VDR eine Reihe, die im kommenden Jahr fortgeführt werden soll.

Der VDR biete den Beteiligten nach eigenen Angaben einen konstruktiven Dialog. „Steter Tropfen höhlt den Stein. Deshalb wünschen wir uns einen runden Tisch. Die Anbieter im Markt müssen verstehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen in den Unternehmen haben", erklärt Vizepräsident Ralph Rettig die Intention des Negativ-Preises.

Im August 2011 hatte die Deutsche Lufthansa mit der Optional Payment Charge den Anfang gemacht. Im November zogen Finnair nach, im Februar 2012 KLM/Air France und Air Berlin. Mit teuren Auswirkungen in deutschen Unternehmen: Ein mittelständischer Betrieb mit einem jährlichen Flugumsatz von rund einer Mio. EUR muss mit Mehrkosten von rund 20.000 EUR rechnen. „Zwar gibt es Zahlungsalternativen – diese lösen jedoch einen unverhältnismäßig hohen Prozessaufwand sowie hohe interne Aufwendungen im Rechnungswesen aus, weil die Ticketrechnungen täglich eingehen und sofort abgebucht werden", so Gerdom. (Foto: Verband Deutsches Reisemanagement) cm

20.04.2012


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