Kostenspirale dreht sich weiter
Die europäischen Papierhersteller beklagen erneut die schlechte Ertragslage. Als Gründe nennen sie dafür die steigenden Rohstoff- und Energiekosten. Seit Jahren kämpfen die Produzenten mit dieser Entwicklung. So sieht sich u. a. der niederländische Papierhersteller Metsä Board Corporation, Amsterdam, nun gezwungen, die Papierpreise anzupassen.
Der Preis für Zellstoff, dem wichtigsten Rohstoff für die Papierproduktion, hat sich erneut verteuert, während die Preise für Füllstoffe und Stärke auf hohem Niveau verharren. Der derzeitige Papierpreis könne nach Angaben von Metsä Board diesem Kostendruck nicht länger standhalten.
Das Unternehmen wird die Preise für holzfreie ungestrichene Papierprodukte im September 2012 europaweit um sechs bis acht Prozent anheben. Nach Angaben des Unternehmens müsse die Wirtschaftlichkeit durch ein ausgewogenes Verhältnis von Kosten und Erträgen in der Papierherstellung stabilisiert werden.
„Wir wissen, das derzeitige konjunkturelle Klima ist schwierig, doch die anstehende Preiserhöhung ist unumgänglich für unser Geschäft. Wir vertrauen darauf, dass unsere Kunden Verständnis für die Notwendigkeit einer Preisanpassung aufbringen werden", sagt Simon Guffogg, Marketing Director des Papierproduzenten. (Bild: Metsä Board Corporation) cm
