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Logistik 21

Daniel Zabota, Chefredakteur
Daniel Zabota, Chefredakteur

Grüß Gott! Heute wende ich mich an alle Experten für Einkauf und Logistik in Baden-Württemberg. Am kommenden Sonntag sind auch Sie aufgerufen, über Stuttgart 21 abzustimmen. Aufgepasst: Kluge Organisatoren haben das ganze so gedeichselt, dass wer für den Bahnhof ist mit „Nein" stimmt und wer dagegen ist mit „Ja". Die Frage ist nämlich, ob man für oder gegen das Kündigungsgesetz ist.

Wir sind noch klüger und setzen uns für Logistik 21 ein.

Man kann zu einem unterirdischen Großpersonenbahnhof in der schönsten Stadt Deutschlands sagen was man will: Auch die günstigste Variante ist zu teuer. Gehen wir mal getrost davon aus, dass der neue Bahnhof nebst Neubaustrecke nach Ulm rund elf Milliarden Euro kosten wird. Zufällig sind das genau die elf Milliarden Euro, die in der Güterverkehrslogistik fehlen.

Ja – es gibt nämlich auch einen Schienengüterverkehr. Der soll, im Gegensatz zum Personenverkehr mit der Eisenbahn, stark wachsen. Vorausgesetzt, die Infrastruktur ist da. Ist sie aber nicht, weil das Geld fehlt.

Im Auftrag des Bundesumweltamtes hat der Verkehrsexperte Michael Holzhey ermittelt, welche Güterverkehrskorridore dringend ausgebaut werden müssten.

Die ausführliche Studie finden Sie unter

http://www.uba.de/uba-info-medien/4005.html

Ziel ist es, die Verkehrsleistung für Güter auf der Schiene zu erhöhen und die Straßen zu entlasten. Für die Verdoppelung der Kapazität wären 725 km Gleise und 816 km Oberleitung nötig.

Kosten: rund 11 Mrd. Euro.

Fazit: Stuttgart 21 verschlingt Milliarden, die für den Ausbau des Schienengüterverkehrs fehlen. Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Kerstin Bund und Fritz Vorholz in der „Zeit":

www.zeit.de/2011/30/Bahn-Gueterverkehr

Wer also Interesse hat an einer modernen Logistik, an Logistik 21 sozusagen und darüber positiv denkt, der stimmt mit „Ja".

23.11.2011


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