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Billiger. Besser?

„Höre ich recht?!" Das war mein Gedanke, als ich voriges Jahr erstmals Radiowerbung für Solarmodule vernahm. Tjaaaaaa, liebe Solarmodulhersteller, das war wohl etwas zu spät…

Der Markt, auch dieser, kann man ruhig so sagen, ist mittlerweile fest in der Hand der Chinesen. Und da muss man leider auch sagen, dass es die deutschen Hersteller selbst waren, die das verbummelt haben.

Für Einkäufer, Fabrik- oder Hauseigentümer, Projektplaner und alle anderen war ein Solarmodul lange ein Solarmodul. Sogar Eier ließen sich leichter unterscheiden als diese schwarzen Paneele, die uns das Sonnenlicht einfangen und in Strom verwandeln. Alles was zählte war, wieviel Strom sie produzieren, also was hinten raus kommt, also was der Zähler zeigt. Einkäufer, Fabrik- oder Hauseigentümer, Projektplaner hatten auch genug damit zu tun, die nicht eben einfachen Angebote zu vergleichen und zu durchschauen. TCO-Rechnungen (Total Cost of Ownership) sind mitunter kompliziert, wobei sich „Ownership" hier auf mehrere Jahrzehnte erstreckt. Hätte man da auch noch darauf achten sollen, wo diese schwarzen Dinger auf dem Dach hergestellt wurden?

Also haben die Elektroinstallateure massenhaft chinesische Paneele verbaut. Meiner raunte mir damals zu: „Sind nicht nur billiger, sondern auch besser!".

Der Entschluss der deutschen Hersteller, mit Werbung aus No-Name-Produkten ein Markenprodukt zu machen, ein deutsches Markenprodukt, kam dann leider zu spät.

Merke: Werbung schafft Marken. Aber bitte rechtzeitig!

Ihr Daniel Zabota

 

 

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16.02.2012


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