IBM verschlingt Emptoris
Es ist so eine Art Nahrungskette: Der ganz große Fisch namens IBM verschlingt den großen Fisch Emptoris, der große Fisch Emptoris hat zuvor den, nun ja, kleinen Fisch Xcitec gefressen. Damit hat IBM den Einkäufer fest im Blick – als potenziellen Kunden, versteht sich.
Es ist jetzt sozusagen verdaut, besser, vollbracht. IBM hat nach eigenen Worten die Akqusition von Emptoris abgeschlossen und sich im Bereich Einkauf damit wesentlich gestärkt. Den Emptoris sieht sich selbst als der führende Anbieter von innovativen Beschaffungslösungen. Um dahin zu kommen, hat das amerikanische Unternehmen erst im Mai vorigen Jahres den Beschaffungsspezialisten Xcitec gekauft.
Xcitec hat sich einen Namen mit Software-Lösungen für das Lieferantenmanagement, E-Sourcing, Spend Analysis und Vertragsmanagement gemacht. 2009 feierte Xcitec das zehnjährige Bestehen.
IBM geht damit, nach Einschätzung von Computer Reseller News (CRN), abermals über die bisher im Fokus stehende Infrastruktursoftware hinaus und bewegt sich in Richtung Anwendungssoftware, zum Beispiel auch für die Beschaffung. So will das Unternehmen schneller wachsen. Seit Januar habe der IT-Riese die Softwarehersteller Algorithmics, i2, Q1 Labs, Platform Computing und Tiriga übernommen, berichtet CRN.
IBM hat außerdem angekündigt, den Cloud-Softwarehersteller DemandTec zu schlucken, der ebenfalls Analyseprogramme für Handelsunternehmen anbietet.
Trotz aller Expansion verbreitet sich aber das Gerücht, IBM plane in Deutschland einen Job-Kahlschlag. Das Handelsblatt schreibt, es stehe ein massiver Umbruch bevor, im Zuge dessen 8000 Stellen allein in Deutschland gestrichen würden. Künftig wolle man mehr externe Mitarbeiter einsetzen. dz
