Die Wirtschaft bewegt sich nur wenig
In den USA bewegt sich die Wirtschaft nur ganz wenig – nach unten. Die Vorschaudaten für den Juli 2012 von Markit zeigen ein weiteres Nachlassen der US-amerikanischen Wirtschaft im Produzierenden Gewerbe. Die Prognose für den PMI im Juli 2012 liegt bei 51,8 Punkten, dem niedrigsten Zuwachswert seit Dezember 2010. Auch die Werte für Produktion und Auftragsneuzugänge sind weiter gefallen, die Produktion von 53,4 auf 52,2 im Juli, der Auftragsneuzugang von 53,7 auf 51,9 Punkte. Ein Wert über 50 Punkten bedeutet Zuwachs, ein Wert darunter Rückgang im Vergleich zum Vormonat.
Die zwar niedrigen Zuwächse der Daten für den Auftragsneuzugang deuten auf eine stärkere Binnennachfrage hin, da die Exportaufträge weiterhin fallen, von 48,3 auf 48,2 Punkte. Der Auftragsbestand sinkt- so die Vorschau — ebenfalls, 49,6 auf 48,7 Punkte. Die Unternehmen betreiben daher eine vorsichtige Beschäftigungspolitik, die Beschäftigung blieb weitgehend konstant.
Auch die Preise geben im Juli nach, 47,1 Punkte (48,8 im Juni), Gas, Öl und Rohmaterial wie Aluminium und Stahl seien günstiger geworden, berichten die Einkäufer. Damit haben die Unternehmen auch auf der Absatzseite ein wenig Luft gewonnen und können mit den Preisen ihren Kunden ein wenig entgegenkommen.
Markit-Analyst Chris Williamson kommentiert: „Die Produktionsgüterindustrie der USA leidet derzeit unter den sinkenden Exporten, die seit einigen Monaten nachgeben. Daher tendiert die Entwicklung in Richtung einer Stagnation. Dennoch ist es ein ermutigendes Zeichen ,das die Binnennachfrage wieder anzieht und die Unternehmen bereit sind, wieder eher Mitarbeiter einzustellen. Damit sind die Aussichten für das dritte Quartal weniger positiv, das Wachstum wird sich verlangsamen. Die sinkenden Preise dämmen die Gefahr einer Inflation und lassen Platz für neuen Impulse, sie sind jedoch auch ein Anzeichen dafür, dass die Nachfrage in den letzten Wochen deutlich nachgegeben hat." Karin Gramatins
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