Private Fragen sind tabu
Viele Arbeitnehmer fürchten es, dabei könnte das Mitarbeitergespräch eigentlich Spaß machen. Denn laut Zeit online soll es vor allem motivieren. Das Mitarbeitergespräch ist ein wichtiges Personalinstrument, das zur Mitarbeitermotivation dient. Bei diesem Vieraugengespräch ziehen der Vorgesetzte und der Mitarbeiter Bilanz, der Chef bewertet die Leistung seines Mitarbeiters und bespricht mit ihm seine Entwicklungsmöglichkeiten. Idealerweise findet ein solches Gespräch einmal im Jahr oder in einem anderen festen Turnus statt, der für das Unternehmen sinnvoll ist. Drei Themenbereiche stehen im Mittelpunkt: das Arbeitsumfeld, das Feedback des Vorgesetzten und die Entwicklungschancen. Letztere müssen nicht immer einen Aufstieg in der Hierarchie bedeuten. Entwicklungsmöglichkeiten können auch die Teilnahme an einer Fortbildung sein. Bei allen drei Themenbereichen sollte der Vorgesetzte harte und weiche Faktoren, also fachliche und menschliche Fähigkeiten bewerten, die in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Auch sollten der Arbeitsumfang und die Arbeitsleistung besprochen werden. Zielvereinbarungen sollten schriftlich fixiert werden, rät Arbeitsrechtler Ulf Weigelt. Sie müssen klar formuliert und erreichbar sein. Das Gespräch zu protokollieren und der Personalakte hinzuzufügen, ist nicht erlaubt, wenn es keine entsprechende Betriebsvereinbarung zwischen der Geschäftsführung und dem Betriebsrat gibt. In dieser sollte geregelt sein, was protokolliert wird, wo und wie lange eine Mitschrift aufbewahrt wird. „Ein Gespräch sollte etwa 60 bis 90 Minuten dauern und der Mitarbeiter sollte etwa zwei bis drei Wochen vorher eingeladen werden", empfiehlt Rüdiger Klepsch.
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