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Ich? Hier arbeiten? (Foto: tiere-kleinanzeigen.de)
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Studie „High Potentials 2011/2012"

Von sich selbst überzeugt

Viele Nachwuchsführungskräfte sind hoch qualifiziert, scheitern aber an ihrer mangelnden sozialen Kompetenz. Das ist die Erfahrung von Personalleitern, zusammengefasst in einer Studie.

Die Studie stammt vom Managementberater Kienbaum und heißt „ High Potentials 2011/12". Darin heißt es: „In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels haben überdurchschnittlich qualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger ausgezeichnete Karriereaussichten. Trotzdem scheitern einige der sogenannten High Potentials im Berufsleben, so die Erfahrung vieler Personalchefs..."

Gründe hierfür sind aus Sicht der Personalleiter vor allem mangelnde soziale Kompetenz, auch Soft Skills genannt: Scheitert ein deutscher High Potential, liegt dies in 94 Prozent der Fälle an seiner Selbstüberschätzung und zu 89 Prozent an der mangelnden Fähigkeit zur Selbstkritik, gaben die für eine aktuelle Kienbaum-Studie befragten Personaler an.

Weiter heißt es in der Studie: „Trotz der zum Teil mangelhaften Soft Skills sind High Potentials begehrt wie nie: 74 Prozent aller befragten deutschen Unternehmen geben an, dass sie rund ein Viertel ihrer Wunschkandidaten nicht für sich gewinnen konnten".

Oha! Ob da jemand beleidigt ist. Denn es muss nicht an den Überfliegern liegen. Vielleicht war einfach das Angebot der Personalchef nicht gut genug?

Denn von den elf wichtigsten Softskills steht das „ Selbstbewußtsein" gleich an zweiter Stelle nach der kommunikativen Kompetenz. Des weiteren findet man:

Einfühlungsvermögen

Teamfähigkeit

Kritikfähigkeit

Analytische Kompetenz

Vertrauenswürdigkeit

Selbstdisziplin /-beherrschung

Neugier

Konfliktfähigkeit

Durchsetzungsvermögen

Nicht auf der Liste: Bescheidenheit.

Laut Kienbaum haben die Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten, diejenigen Talente an sich zu binden, die ihre Ansprüche voll und ganz erfüllen, und müssen deshalb oft Kompromisse eingehen", sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Hat es ein Unternehmen geschafft, einen talentierten Mitarbeiter für sich zu gewinnen, bleibt dieser dem Unternehmen in der Regel einige Jahre treu: 78 Prozent aller High Potentials in Deutschland, 75 Prozent derjenigen in Österreich und sogar 100 Prozent der Top-Talente in der Schweiz sind mindestens drei Jahre im selben Unternehmen beschäftigt. Kürzer als ein Jahr arbeitete in den befragten Unternehmen kein einziger High Potential. „Die sehr gute Retention-Quote bei Top-Talenten zeigt, dass die Unternehmen zunehmend daran arbeiten, ihren High Potentials optimale Bedingungen zu bieten, damit diese nicht wechseln. Die Besten in der Firma zu halten und zu entwickeln, wird in Zukunft ein zentraler Wettbewerbsvorteil", sagt Christoph Thoma von Kienbaum.

Wenn ein Talent seinen Job wechselt, liegt das vor allem an privaten Gründen: Mit 86 Prozent beziehungsweise 73 Prozent wechselt die Mehrheit der deutschen High Potentials aus persönlichen Motiven den Arbeitgeber. Abwerbung ist der zweithäufigste Grund, weshalb ein High Potential den Job wechselt. dz

08.02.2012


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