60 Jahre Beschaffung aktuell - Die Branche gratuliert

60 Jahre Beschaffung aktuell - Wir feiern mit!


Meilensteine des Einkaufs

Im September 1954 flog eine Gruppedeutscher Einkäufer zu einerfünfwöchigen Studienreise in dieUSA. Die Teilnehmerzahl war aufsechs Einkaufsleiter beschränkt. ImBild einige der Teilnehmer vor demAbflug in Frankfurt/Main. V. l.:Hanns Rump, Präsident der BIE,Hermann Benz, RKW-BezirksgruppeStuttgart, Direktor Preuten,Eisenwerk Wanheim und DirektorRichard Hegner, Buderus'scheEisenwerke.
Im September 1954 flog eine Gruppe deutscher Einkäufer zu einer fünfwöchigen Studienreise in die USA. Die Teilnehmerzahl war auf sechs Einkaufsleiter beschränkt. Im Bild einige der Teilnehmer vor dem Abflug in Frankfurt/Main. V. l.: Hanns Rump, Präsident der BIE, Hermann Benz, RKW-Bezirksgruppe Stuttgart, Direktor Preuten, Eisenwerk Wanheim und Direktor Richard Hegner, Buderus'sche Eisenwerke.
Prof. Dr. Ludwig Erhard: ''Gute
Marktbeobachtung, sinnvolle Vorsorge,
beste Materialkenntnisse
und die Charakterwerte des 'Königlichen
Kaufmanns' machen den
Einkäufer zu einem wichtigen Glied
seiner Unternehmung und der
Volkswirtschaft. In seiner Hand
liegt es, bei der Gestaltung des
Einkaufs extreme und gefährliche
Entwicklungen, wie rücksichtslosen
Preisdruck einerseits oder Preistreiberei
auf der anderen Seite zu
vermeiden, den Markt zu pflegen
und damit in gleicher Weise dem
wohlverstandenen eigenen Interesse
wie auch dem Wohl des Ganzen
zu dienen.''
Prof. Dr. Ludwig Erhard: ''Gute Marktbeobachtung, sinnvolle Vorsorge, beste Materialkenntnisse und die Charakterwerte des 'Königlichen Kaufmanns' machen den Einkäufer zu einem wichtigen Glied seiner Unternehmung und der Volkswirtschaft. In seiner Hand liegt es, bei der Gestaltung des Einkaufs extreme und gefährliche Entwicklungen, wie rücksichtslosen Preisdruck einerseits oder Preistreiberei auf der anderen Seite zu vermeiden, den Markt zu pflegen und damit in gleicher Weise dem wohlverstandenen eigenen Interesse wie auch dem Wohl des Ganzen zu dienen.''
Hans Ovelgönne, einer der Männer
der ersten Stunde, fand anlässlich
des Jahrestreffens mahnende
Worte zum Thema ''Weihnachtsgeschenke''.
Hans Ovelgönne, einer der Männer der ersten Stunde, fand anlässlich des Jahrestreffens mahnende Worte zum Thema ''Weihnachtsgeschenke''.

1954

Beim ersten bundesweiten Einkäufertreffen im Herbst 1954 in Stuttgart wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Industrieller Einkauf BIE gegründet. Kurz darauf erschien im Dezember die erste Ausgabe des Fachmagazins „Der Industrielle Einkauf“. Die Schriftleitung (die damalige Bezeichnung für Chefredakteur) hatte Prof. Dr. Max Rembeck, als Verleger fungierte Dr. HansDannemann; zu den Männern der ersten Stunde gehörten Dr. Kind, Hans Ovelgönne und H. Rump.

1955

1955 knüpfte Hans Ovelgönne Kontakte zu den Einkäuferverbänden in den USA und Großbritannien. Thematisch standen die Bedeutung der RAL-Güteklassifizierung, das Einkaufsrecht, der Erfahrungsaustausch mit den RKW-Gruppen, die Nachwuchsausbildung sowie die industrielle Verpackung im Vordergrund. Sogar der Bundeswirtschaftminister Prof. Dr. Ludwig Erhard richtete zu Weihnachten Grußworte an die Leser.

1956

1956 wurden Lochkarten als Helfer für den Einkauf vorgestellt und man machte sich Gedanken über die Automatisierung der Einkaufsabteilung.

1957

Dachte man 1957 über die Automatisierung der Einkaufsabteilung nach, so ging es um Diktiergeräte statt Stenoblock, Matritzendrucker zur Erstellung von Seriendokumenten, um Rohrpostanlagen oder um Wechsel- und Gegensprechanlagen.

1961

Lochstreifen und Lochstreifenkarten ließen sich in allen Betriebsgrößen vorteilhaft einsetzen. Gegenüber der Lochkarte hatte der Lochstreifen den Nachteil, nicht sortierfähig zu sein. Lochstreifenkarten dagegen konnten geordnet registriert werden, um sie für Auftragsbearbeitung, Fakturierung oder programmiertes Schreiben von Brieftexten Zeit sparend einzusetzen. Auch wurden Fernschreibtexte mittels Lochstreifen eingegeben; die Schreibgeschwindigkeit führte zu Gebühreneinsparungen und zur Entlastung der Fernschreibnetze. Zur Erstellung der Lochstreifen dienten Schreibmaschinen mit Locher und Streifenleser. Sie eigneten sich für die Ausfertigung wiederkehrender Bestellungen: Bestelltext, Lieferantenanschriften sowie Preise und Konditionen wurden einmalig auf Lochstreifen fixiert und bei Bedarf in die Maschine eingefädelt.

1963

1963 sorgte sich Ovelgönne um die Vereinheitlichung von Einkaufs- und Verkaufsbedingungen, die Wertanalyse kam auf die Agenda und schließlich die Vereinfachung der Einkaufsarbeit durch DIN-gerechte Materialbezeichnungen. Man dachte über Bestands- und Bestellwesen in der Büroautomation nach, ferner über praktische Wertanalyse oder die einfache Bestandsüberwachung durch Schlüssel-Artikel. Bürogroßräume drängten sich in den Fokus; es gab nach damaligem Verständnis keine technischen Schwierigkeiten, angenehm klimatisierte Großräume zu schaffen und selbst beim Betrieb normaler Büromaschinen die notwendige Arbeitsruhe zu sichern. Besondere Räume wurden allein den noch geräuschvollen Lochkartenanlagen zugestanden.

1964

1964 machte die Pendelkarte zur Rationalisierung im Lager und Einkauf von sich reden; die Stellung des Abnehmers im Konkurs des Lieferanten geriet zum Thema ebenso die Integration von Materialfluss und Beschaffungswesen.


 


Advertorial


Advertorial


Meilensteine des Einkaufs

Buchungsmaschinen aus dem
Schwarzwald hatten Anschlussmöglichkeiten
zu Organisationstechniken
wie Lochkarten- und
Lochstreifentechnik.
Buchungsmaschinen aus dem Schwarzwald hatten Anschlussmöglichkeiten zu Organisationstechniken wie Lochkarten- und Lochstreifentechnik.
Arbeitszeit-Registrierapparate,
Zeitrechner, Zeitstempler, Wächter-
Kontrolluhren sahen in den 60er
Jahren so aus.
Arbeitszeit-Registrierapparate, Zeitrechner, Zeitstempler und Wächter- Kontrolluhren sahen in den 60er Jahren so aus.
Vom papierlosen Büro war nicht im
Entferntesten die Rede. Werbung
für Büroregale in den 60er Jahren.
Vom papierlosen Büro war nicht im Entferntesten die Rede. Werbung für Büroregale in den 60er Jahren.

1967

1967 war die große Zeit der Lieferantenkartei als Instrument für erfolgreiche Verhandlungen; Horst Strache erklärt die Aufgabe von Checklisten und ihre Anwendung in der Beschaffung.

Erfindung des Taschenrechners durch Texas Instruments: Der erste Taschenrechner wog 1,5 Kilogramm, konnte mit bis zu sechsstelligen Zahlen operieren und druckte das Ergebnis auf Thermopapier aus.

1969

Die praktische Anwendung der EDV gewann 1969 an Fahrt: die Neuorganisation des Beschaffungswesens mittels maschineller Datenverarbeitung. Auf dem internationalen Mikrofilm- Kongress diskutierte man unter anderem die gesetzeskonforme und gleichzeitig platzsparende Aufbewahrung von Altaktenbeständen. Auswahl und Beschaffung der richtigen Büromaschinen forderten den Einkauf. Das Taylorix-Fixodata- System , ein Gerät für die Datenverarbeitung der Buchhaltung und die automatische Bestellschreibung bei produktionsunabhängiger Bedarfsermittlung machte von sich reden. Der Einkäufer mauserte sich zum Mitglied in Wertanalyse-Arbeitsgruppen.

1971

1971 wurde der Einsatz von Schreibautomaten im Bestellwesen durchleuchtet und der Nutzen von Einkaufskarteien kritisch hinterfragt. Es kamen Preisgleitklauseln auf die Agenda. Man sorgte sich um die Grenze von Preiserhöhungen. Kostensenkung durch Beschaffungsabschlüsse wurde propagiert. Angesichts möglicher Qualitätsmängel ging es um die Abwägung von Rücksendung oder Nacharbeit.

1973

„Der Industrielle Einkauf“ wurde umgetauft. Der neue Name des Fachmagazins: Beschaffung aktuell.

Der Barcode wurde erfunden: 1973 einigten sich in den Vereinigten Staaten Händler und Hersteller auf einen Standard – den vom Ingenieur George Laurer für IBM entworfenen „Universal Product Code“ (UPC). Am 26. Juni 1974 scannte ein Kassierer das erste Produkt mit diesem Strichcode an einer Supermarktkasse in Ohio ein – es war eine Zehner-Packung Fruchtkaugummi.

1975

1975 machte die Dialog-orientierte Materialwirtschaft des Systems „Diamat“ von sich reden, ebenso Beschaffungs- Informationssysteme. Die ersten Absolventen zum Fachkaufmann Materialwirtschaft und Einkauf erhielten ihre IHK-Prüfungsurkunden.


Advertorial
  

Meilensteine des Einkaufs

Magnetplatten und Schnelldrucker
hielten Einzug in den modernen
Büroalltag.
Magnetplatten und Schnelldrucker hielten Einzug in den modernen Büroalltag.
Werbung in den 70ern: Jetzt wurde
es mit der Werbung so richtig
schön grell und zwar genauso wie
die Einrichtung und die Bekleidung
Werbung in den 70ern: Jetzt wurde es mit der Werbung so richtig schön grell und zwar genau so wie die Einrichtung und die Bekleidung.
Intralogistik: Miete, Mietkauf,
Leasing – mit neuen Angebotspaketen
locken die Anbieter.
Intralogistik: Miete, Mietkauf, Leasing – mit neuen Angebotspaketen locken die Anbieter.

1978

1978 kam die Simulation zur Kostenoptimierung in der Beschaffung auf die Agenda, ebenso die Simulation zur Ermittlung einer optimalen Bestellstrategie. Derweil kamen die EDV-Terminals im Einkauf voran; das Zeitalter des Terminals gilt als angebrochen. Der Technische Einkauf war ohne EDV-Unterstützung kaum noch denkbar. Die Textverarbeitung im Beschaffungswesen gehörte zum täglichen Brot.

1979

1979 machte „Beisy“, ein dialogorientiertes EDV-System für die Materialwirtschaft, von sich reden. Datenverarbeitung in Einkauf und Beschaffung eroberte die Tagesroutinen. Dr. Robert Fieten stellte ein Kennzahlensystem als Entscheidungshilfe in der Materialwirtschaft vor. Der Bundesverband industrieller Einkauf BIE wurde umbenannt in Bundesverband Materialwirtschaft und Einkauf BME.

1982

1982 wurde das Thema „EDV und Einkaufsführung“ in den Lehrplan aufgenommen. Materialwirtschaft machte man fast nur noch am Bildschirm. Für materialwirtschaftliche Planungsmodelle wurde Kleinrechner-Software angeboten. EDV-Dialogsysteme hatten den Einkauf erobert. 1983 sprach man schon von Real Time in der Materialwirtschaft und meinte damit modulare Anwendungs-Software von SAP.

1983

1983 wurde die Zielsetzung im industriellen Auslandseinkauf hinterfragt. Mit Kanban sollte nach Professor Wildemann der Materialfluss rationalisiert werden. Real Time in der Materialwirtschaft sollte mit der modularen Anwendungssoftware SAP möglich werden.

1984

1984 eroberte die Formel von der durchgehenden Versorgungskette als Supply Chain Management erstmals die Agenda. Die neuen Übertragungsmedien Telex, Teletex, Telefax und Btx wurden als Herausforderungen an die Materialwirtschaft angenommen. Einkaufssoftware sollte nun auch im industriellen Mittelstand hoffähig werden. 1985 machte man sich Gedanken über den Informationsfluss in der integrierten Zulieferung.

1986

Unter dem Entscheidungsansatz Make-or-Buy wurde 1986 die Beschaffung zunehmend zur Informationsdrehscheibe. Kennzahlen als Instrumente des Materialwirtschafts-Controllings wurden vorgestellt. „Der Kommunikationsbedarf im Einkauf muss vorausschauend ermittelt werden“ – gemeint waren Datex, Telex, BTX, DFÜ, VDA/FTP und Datenbanken. Zum Handling von Dokumenten- Speichermedien forderte man Mikrofiche-Archive an jeden Einkäufer-Arbeitsplatz. Barcode-Systeme eroberten den Einkauf, ebenso das Softwaremodul RM von SAP.


Advertorial


Advertorial


Advertorial


Meilensteine des Einkaufs

Öffnung der Berliner Mauer.
1989 war das Jahr der politischen
Umwälzungen in den europäischen
Ostblockstaaten. Mit den ersten
demokratischen Parlamentswahlen
in Polen, dem Abbau der Grenzanlagen
Ungarns zu Österreich im
Mai, der Grenzbefestigungen der
Tschechoslowakei im Dezember
und dem Fall der Berliner Mauer
am 9. November 1989 kam es zur
Öffnung des Eisernen Vorhangs.
(Foto: ullstein bild – imageBROKER/
Norbert Michalke)
Öffnung der Berliner Mauer. 1989 war das Jahr der politischen Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten. Mit den ersten demokratischen Parlamentswahlen in Polen, dem Abbau der Grenzanlagen Ungarns zu Österreich im Mai, der Grenzbefestigungen der Tschechoslowakei im Dezember und dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 kam es zur Öffnung des Eisernen Vorhangs. (Foto: ullstein bild – imageBROKER/ Norbert Michalke)
Im Jahr 1991 bestimmte insbesondere
der Zweite Golfkrieg das Weltgeschehen.
In Bezug auf die verwendeten
Rüstungsgüter und den
Mobilisierungsgrad der Kriegsparteien
war der Zweite Golfkrieg der
schwerste Krieg seit dem Ende des
Zweiten Weltkrieges. Bild: Soldaten
der US-Marines patrouillieren vor
brennenden Ölfeldern in Kuwait.
(Foto: ullstein bild – AP)
Im Jahr 1991 bestimmte insbesondere der Zweite Golfkrieg das Weltgeschehen. In Bezug auf die verwendeten Rüstungsgüter und den Mobilisierungsgrad der Kriegsparteien war der Zweite Golfkrieg der schwerste Krieg seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bild: Soldaten der US-Marines patrouillieren vor brennenden Ölfeldern in Kuwait. (Foto: ullstein bild – AP)
Eine rückläufige Konjunktur und
schlechte Stimmung bei den Unternehmen
hatten Entlassungen im
großen Stil zur Folge. Der Aufbau
Ost war zunächst vor allem ein
Abbau. Bild: Unterwellenborn
Stahl- und Walzwerk Maxhuette
nach der letzten Schicht.
(Foto: ullstein bild – Albert Foss)
Eine rückläufige Konjunktur und schlechte Stimmung bei den Unternehmen hatten Entlassungen im großen Stil zur Folge. Der Aufbau Ost war zunächst vor allem ein Abbau. Bild: Unterwellenborn Stahl- und Walzwerk Maxhuette nach der letzten Schicht. (Foto: ullstein bild – Albert Foss)
März 1997: Der Neue Markt wurde
an der deutschen Börse gestartet.
(Foto: ullstein bild – AP)
März 1997: Der Neue Markt wurde an der deutschen Börse gestartet. (Foto: ullstein bild – AP)
1999: Nach einer monatelangen
Übernahmeschlacht wurde das Traditionsunternehmen
Mannesmann
Teil der Vodafone Group.
Die Aktivitäten im Bereich Telekommunikation
wurden eingegliedert,
die traditionellen Sparten des
Mannesmann-Konzerns verkauft
und zerschlagen.
(Foto: ullstein bild – AP)
1999: Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht wurde das Traditionsunternehmen Mannesmann Teil der Vodafone Group. Die Aktivitäten im Bereich Telekommunikation wurden eingegliedert, die traditionellen Sparten des Mannesmann-Konzerns verkauft und zerschlagen. (Foto: ullstein bild – AP)

1987

In der Bürokommunikation hat die Zukunft des Telefax begonnen. Die Datenfernübertragung kam weiter voran: DFÜ von Lieferschein- und Transportangaben, ferner Rechnungs-DFÜ speziell in der Automobilindustrie.

1988

1988 entdeckte der BME die Logistik für sich und nahm sie in seinen Namen auf: „Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik“. Mit der DFÜ-Systematik plante die Automobilindustrie tägliche Feinabrufe im Nahbereich. Information und Kommunikation trat an die Stelle der Papierwirtschaft; in Einkauf und Materialwirtschaft beschleunigte sich der Informationsaustausch. Telefax im Einkauf sparte Zeit und Geld.

1989

1989 dominierten Daten- und Textübertragung die neuen Medien im Einkauf. Einkaufs-Informations-Systeme unterstützten Informationsbeschaffung, Planung und Entscheidungsfindung.

1991

Die logistische Verknüpfung von Beschaffung, Produktion und Distribution wurde durch moderne Informationstechnik erst möglich. Einkaufssoftware bot Bausteine für den Online-Einkauf.

1992

1992 setzte sich bei der Bewertung von Informationstechnik für den Einkauf die Erkenntnis durch, dass ohne begleitende oder vorauseilende Information Material ziemlich wertlos ist.

Bei der richtigen Einführung von PPS- und BDE-Systemen war der Einkauf als Informationsmoderator von Nutzen. Externe Online-Datenbanken lieferten dem Einkauf nützliche Beschaffungsmarkt-Information.

1994

1994 kam eine DFÜ-Marktübersicht zu dem Schluss: „Ohne EDI läuft nichts mehr!“ Design-to-Cost eroberte die Agenda: „Markt- und Kundenausrichtung anstatt Technikdominanz!“ Wichtige Forderung an Software für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik: „Weg mit dem Routine-Ballast!“ Beim Datenaustausch mit den Zulieferern gehörte die Zukunft der Übertragung per ISDN.

1997

1997 waren die Rechtsaspekte von Dienstleistungsverträgen für Individualsoftware ein Thema. Softwaregestütztes Ökocontrolling in der Beschaffung kam auf die Agenda. Bei der Abwicklung von Kleinbestellungen fanden Purchasing Cards zunehmend Anklang. Bei der Wahl von Internet- Providern und Online-Diensten fiel im Mittelstand die Entscheidung noch schwer. Bei der Recherche im Internet schwankten die Meinungen zwischen hilfreich und chaotisch.

1999

1999 wurde ein preisgekröntes C-Artikel-Management per Internet/Intranet zur Stärkung strategischer Funktionen vorgestellt. Web-EDI sollte E-Commerce auch mit kleinen Partnern ermöglichen. Bei der Einführung von Supply-Chain-Management-Software lagen Chancen und Risiken noch gleichauf. Balanced Scorecards für die Materialwirtschaft sollen die Zielorientierung und systematisches Führen unterstützen. ERPSoftware wurde zunehmend um SCM-Funktionalitäten erweitert. In der Automobilindustrie sollte mit dem Extranet ENX die weltweite Vernetzung von Marktpartnern erreicht werden.


Advertorial


Advertorial


 


Meilensteine des Einkaufs

Wim Duisenberg, Präsident der
Europäischen Zentralbank in Frankfurt
präsentierte die neuen Euro-
Banknoten. Der Euro wurde 2002 in
zwölf Staaten der Europäischen
Union sowie in Andorra, Monaco,
Montenegro, San Marino und dem
Vatikan als gemeinsame Währung
eingeführt.
(Foto: ullstein bild – vario images)
Wim Duisenberg, Präsident der Europäischen Zentralbank in Frankfurt präsentierte die neuen Euro-Banknoten. Der Euro wurde 2002 in zwölf Staaten der Europäischen Union sowie in Andorra, Monaco, Montenegro, San Marino und dem Vatikan als gemeinsame Währung eingeführt. (Foto: ullstein bild – vario images)
2003 Der letzte VW Käfer rollte im Volkswagenwerk
in Pueblo (Mexiko) vom
Band und der Neue Markt, ein
Segment der Börse, wurde wieder
geschlossen. (Foto: ullstein bild –
Wolff & Tritschler)
2003: Der letzte VW Käfer rollte im Volkswagenwerk in Pueblo (Mexiko) vom Band und der Neue Markt, ein Segment der Börse, wurde wieder geschlossen. (Foto: ullstein bild – Wolff & Tritschler)
2005 startet die Lkw-Maut in
Deutschland in eingeschränktem
Umfang – in vollem Umfang zum
1. Januar 2006 (Foto: ullstein bild –
CARO/Robert Seeberg)
2005 startet die Lkw-Maut in Deutschland in eingeschränktem Umfang – in vollem Umfang zum 1. Januar 2006 (Foto: ullstein bild – CARO/Robert Seeberg)
iPhone, das erste Smartphone mit
Touchscreen. 2007 es wurde
von Steve Jobs vorgestellt.
(Foto: ullstein bild – wolterfoto)
iPhone, das erste Smartphone mit Touchscreen. 2007 wurde es von Steve Jobs vorgestellt. (Foto: ullstein bild – wolterfoto)

2002

Internet-Telefonie machte als effiziente Unternehmenskommunikation auf sich aufmerksam. Die Einkaufspräsenz im Internet sollte künftig von der Bedarfsausschreibung bis zum Lieferantenmanagement reichen. Marktforscher bestätigten, dass in der Praxis der elektronischen Beschaffung richtige Planung die halbe Miete ist. Bei der Entscheidung für Marktplätze als Beschaffungsinstrumente galt noch immer: „Dabei sein ist nicht alles!“ Die Datenklassifizierung erobert die Agenda: „Mit E-Class in die E-Business-Zukunft?“

2003

2003 reifte die Erkenntnis, dass E-Business wieder ins normale Business zurückgesunken ist. E-Sourcing mauserte sich zum Instrument für die strategische Beschaffung. Ein Hochschullehrer propagierte den Paradigmenwechsel von Einkauf zum Supply Management. Angesichts weltweiter Unsicherheiten gab es ein teilweises Umdenken bei der Wahl des richtigen Marktplatzes: „Es muss nicht immer global sein!“ Bei der Warenkennzeichnung machte die Radio Frequency Identification RFID von sich reden. Performance Measurement kam als neue Worthülse für Leistungs- und Erfolgsmessung auf die Agenda.

2004

2004 ging ohne „E“ geht nichts mehr: E-Procurement, E-Supply-Management, E-Commerce. Trotz des Hypes behielt man die Kosten im Blick, denn schließlich müssten sich die Investitionen in elektronische Beschaffung auszahlen. Mit der Kongressmesse e_procure in Nürnberg etablierte sich die Veranstaltung für E-Procurement & Co. im deutschsprachigen Raum. Im Mai kamen an drei Tagen 3000 Besucher.

2005

2005 begrüßte der BME zum 40. Symposium Einkauf und Logistik in Berlin 1500 Teilnehmer und 120 Referenten. In der Ausstellung zeigten 100 Unternehmen Lösungen und Trends für die Branche. Jürgen Marquard, der damalige Vorstandsvorsitzende, erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass die globale Kompetenz zu einem entscheidenden strategischen Erfolgsfaktor sowohl für Konzerne als auch für die mittelständische Wirtschaft geworden sei.

2007

Nachdem Anfang 2007 die Weltwirtschaft noch brummte, markierte der sprunghafte Anstieg der Zinsen für Interbankfinanzkredite am 9. August 2007 den Beginn der globalen Finanzkrise. Sie führte in den USA und Europa zur Insolvenz zahlreicher Banken und zu Rufen nach einer globalen Kontrolle des Finanzmarktes. Beim Symposium im Herbst ging es noch darum, das globale Wirtschaftswachstum zu sichern und auszubauen. „Fit for growth“ war das Motto.

2011

Einkäufer von Rohstoffen werden 2011 mit enormen Preisanstiegen konfrontiert, gleichzeitig müssen sie immer wieder starke Preisschwankungen hinnehmen. Gefordert sind entscheidungsfreudige, unternehmerisch denkende Einkäufer, die sowohl die langfristigen Megatrends für den Einkauf im Blick haben als auch in der Lage sind, mit den Chancen und Risiken volatiler Märkte professionell umzugehen.



Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe