ZF öffnet eigene „Supplier Academy"
Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG baut seine Lieferantenentwicklung weiter aus. Die so genannte „Supplier Academy" soll jetzt den Lieferanten des Zulieferers die Möglichkeit bieten, wichtige Abläufe und Standards des Konzerns von Beginn an kennenzulernen und die Prozesse gemeinsam darauf auszurichten.
Dazu hat die „Supplier Academy" ein dreistufiges Programm erarbeitet, das von Impulstagen über Fach- und Methodenschulungen bis hin zu projektspezifischen Trainings reicht. Das Angebot, das auf Dauer angelegt und eng mit den Geschäftsbereichen verzahnt ist, beginnt am 26. Oktober und ist vorerst auf deutsche Lieferanten fokussiert. In den kommenden Jahren wird das Angebot auch internationalisiert.
„Die Academy‘ hat das Ziel, die Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten zu steigern und auf diese Weise einen Beitrag zu unserer eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu leisten", so Dr. Stefan Sommer, Vorstand für Materialwirtschaft. Heute schon liege der Wertschöpfungsanteil von Lieferanten an den Produktendes Zulieferers im Durchschnitt bei 60 Prozent. Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, benötigen Unternehmen neben der eigenen Kompetenz und der technischen Innovationskraft auch Kenntnisse über die spezifischen Anforderungen des Unternehmens. Dazu zählen detaillierte Einblicke in das Production System und seine Qualitätsanforderungen, aber auch allgemeine Erwartungen des Konzerns an Methodenkenntnisse, Risikomanagement und Nachhaltigkeitsphilosophie seiner Lieferanten. Dieses Wissen vor allem an kleinere und mittelständische Unternehmen schnell und strukturiert zu vermitteln, ist das Ziel der Akademie. Dabei steht hohe Praxisrelevanz im Vordergrund. Die sehr praxisnahen Schulungsinhalte decken unter anderem die relevanten Fachdisziplinen Einkauf, Logistik und Qualität ab. Weitere Fachdisziplinen wie Production System sowie Forschung & Entwicklung folgen.
