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Logistik

Die Post stellt First Mail ein

Die Deutsche Post wird die Briefzustellung durch ihre Billigtochtergesellschaft First Mail zum Jahreswechsel beenden. Der Grund ist ein Gerichtsurteil, das First Mail zu Preisanhebungen beim Porto zwingt.

Wie das Handelsblatt und die FAZ berichten, sieht die Deutsche Post für ihre Billigtochter keine Geschäftsgrundlage mehr. Daher wird der Betrieb des Discounters mit seinen insgesamt rund 1.600 Beschäftigten eingestellt. Von den Mitarbeitern – inklusive 910 Auszubildenden – würden knapp 1.100 vom Mutterkonzern übernommen, erklärte ein Sprecher. Die Verträge der 490 befristet Beschäftigten würden dagegen nicht verlängert.

Die Post hatte First Mail in den vergangenen Tagen zur Disposition gestellt, nachdem deren Billig-Tarife durch die Bundesnetzagentur und mehrere Gerichtsurteile unter Druck geraten waren. Die Regulierungsbehörde hatte First Mail Preis-Dumping beim Porto vorgeworfen und die Post-Tochter aufgefordert, ihre Preise zu erhöhen. Der Bonner Konzern hatte dagegen geklagt.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte Mitte November dieses Vorgehen der Bundesnetzagentur gebilligt. First Mail verlange für Firmenkunden weniger Porto als der Mutterkonzern – offenbar mit dem Ziel, den Wettbewerb zu verringern, erklärten die Richter. Ihr Urteilsspruch kann nicht angefochten werden.

First Mail arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Briefdienstleister und konzentriert sich dabei auf wenige Produkte wie Postkarten oder Standardbriefe, die sie billiger als die Post selbst anbietet. Mit einem eigenen Zustellnetz und niedrigeren Löhnen als im Mutterkonzern sollte der Billiganbieter das Niedrigpreissegment im Raum Düsseldorf, im Ruhrgebiet und in Berlin besetzen. Die Post hat dafür jahrelang Verluste der Tochtergesellschaft in Kauf genommen. (Foto: www.postbotenforum.com) cm

 

24.11.2011


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