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Patentiertes Metallumformungssystem soll Dichtungsherstellung revolutionieren

Stanzen ist Silber, Schweißen ist Gold

Mit einem neuen, robotergestützten Laserschweißverfahren werden bei Freudenberg Metallteile für Dichtungen vorproduziert
Mit einem neuen, robotergestützten Laserschweißverfahren werden bei Freudenberg Metallteile für Dichtungen vorproduziert
Mit dem neuen Verfahren will Freudenberg Qualität und Flexibilität optimieren
Mit dem neuen Verfahren will Freudenberg Qualität und Flexibilität optimieren

Wer bisher C3PO und R2D2 für kreative Produkte schlichter Science-Fiction hielt, hat die neue ressourcenschonende Stahlschweißanlage bei Freudenberg noch nicht gesehen. Schweißen statt stanzen und damit Ressourcenschonung ist die Antwort der Metallverarbeitungsspezialisten auf die extremen Preissteigerungen bei Stahl und Energie während der vergangenen Jahre. Damit setzt das Unternehmen das Thema Emissionsreduzierung bereits beim Vorprodukt für die Dichtungsherstellung um.

Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik (FDS) produziert neben zahlreichen Spezialdichtungsprodukten für nahezu jeden Anwendungsbereich jährlich rund 1,5 Millionen Simmerringe, die in 3500 unterschiedlichen Anwendungen in Automobilen, Maschinenbau und Elektro- und Chemieindustrie dafür sorgen, dass dort alles dicht bleibt. Jeder Simmerring besteht unter anderem aus stützenden Stahlteilen, die ganz oder teilweise mit Elastomeren ummantelt sind.

Die hauseigene Stanz- und Umformtechnik, die einen Großteil der Vorprodukte aus Metall herstellt, hat jetzt eine bisher auf dem Markt einmalige, völlig neuartige, gemeinsam mit dem Maschinenlieferanten Bihler entwickelte Stahlumformungsanlage in Betrieb genommen. Während im traditionellen Stanzprozess Teile aus Stahlcoils in Folgeverbund- oder Stufenpressen gestanzt werden, kommt bei der neuen Anlage ein völlig neues Verfahren zum Einsatz, dessen von einem Freudenberg-Mitarbeiter stammende Grundidee bereits in den 90er-Jahren patentiert wurde. Schmalband wird über Rollbiegeeinheiten gerollt, per CO2-Laser getrennt und anschließend zum Ring geschweißt. Die Ringe werden im Nachgang sofort gebördelt, profiliert und/oder angefast, je nach technischer Spezifikation. Roboter bestücken die Maschine mit Stahlstreifen und entnehmen die fertigen Teile. Die Anlage schafft bis zu 44 Teile pro Minute, weitere Bearbeitungsschritte sind nicht nötig.

Die Vorteile der neuen Anlage sind vielfältig, auch in ökologischer Hinsicht. So kommt der Herstellprozess anders als herkömmliche Stanzverfahren gänzlich ohne Ziehöle aus. Beim bisherigen Stanzprozess müssen diese nach der Fertigung aufwändig entfernt und über Ölabscheider vom Abwasser getrennt werden. Durch die Ausnutzung des Bandmaterials – es fällt keinerlei Abfall an – muss weniger Rohstoff hergestellt und transportiert werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. dz

www.simrit.de

02.08.2010


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