Wertvolle Rohstoffe wieder verwerten
Nicht nur die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kupfer, Nickel, Eisen, Öl, Kohle und Co. steigt kontinuierlich, auch die Preise klettern nach oben. Besonders schnell wächst der Bedarf an raren Metallen und Seltenen Erden. Vielfach stecken die Stoffe schon in vorhandenen Produkten, aber sie lassen sich nur schwer wieder in den Stoffkreislauf zurückholen. „Genau hier beginnt die Aufgabe der neuen Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS", erklärt Prof. Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC. „Zunächst sollen dort valide Daten zu den globalen Stoffkreisläufen zusammengetragen und analysiert werden, um Ressourcenstrategien erstellen zu können. Parallel dazu werden neue Verfahren zum Recycling von kritischen Wertstoffen unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten entwickelt." Das umschreibt zwei der drei Bereiche, auf denen das IWKS arbeiten wird: Unter der Überschrift „Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategien" geht es darum, Wertstoffströme zu analysieren, um aufkommende Engpässe voraussehen, vermeiden oder ausgleichen zu können. Im Bereich „ Recycling-Technologien" ist das Ziel, möglichst viele Wertstoffe unter strengen wirtschaftlichen Kriterien zurückzugewinnen. So will man Schlacken und Industrieabfälle untersuchen, um herauszufinden, welche Metalle sie enthalten, die sich weiter nutzen lassen, und dann auch die entsprechende Technologie für die Rückgewinnung entwickeln.
